![]() | Sendboote | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ich habe als Kind auf der Ostsee, zwischen Bornholm und Gotland, über das Heck unseres Segelbootes eine ganze Armada dieser kleinen, gefalteten Papierboote zu Wasser gelassen. An alle Ufer des Meeres wollte ich sie entsenden. Nach der dritten Welle waren sie schon ganz klein, fast nicht mehr zu sehen, nach der fünften hatten sie sich vermutlich schon aufgelöst. Im Idealfall hätten sie das Ufer wieder in ihrer ursprünglichen Form erreicht, eine Seite aus einer Illustrierten, als Botschaft oder Müll - es käme auf den Finder und die Illustrierte an. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ich möchte nochmals eine Armada Papierboote entsenden. Es sollen Skulpturen sein aus Aluminium oder Edelstahl, ca. 4 - 6 Meter lang, in Gruppen oder einzeln verankert in Bächen, Flüssen, Buchten, Nährungen oder an Stränden. Sie sollen Sinnbilder unseres Lebensweges sein, angefangen von den ersten Schwimmversuchen in seichten Gewässern, driften sie über eine Vielzahl von Kanälen in größere Seen und Flüsse. Sie werden von Gegenströmungen erfasst, treiben mal schneller mal langsamer, treffen sich, begleiten sich, werden viele, manche schneller als andere. Sie kommen früher oder später an denselben Klippen vorbei, um irgendwann das große Wasser unter dem Kiel zu haben. Und wenn du dann vor diesen Skulpturen am Strand stehst und sagst hey, das habe ich früher auch gemacht. Ja, hast du. Ich auch. Die gezeigten Bilder sind Modellmontagen und stellen mögliche Stationen der "Liegeplätze" dar. Eine mögliche Flussroute wäre in Hessen der Stapellauf in den Flussauen der Nidda, z.B. bei Bad Vilbel, vereinzelte Bootsgruppen in der Nidda bei Frankfurt, Stadtteil Praunheim (ehemaliges BUGA-Gelände) und Stadtteil Hausen. In Frankfurt-Höchst würde eine Bootsgruppe den Main erreichen und hier auf den letzten Flusskilometern - entlang der Route der Industriekultur - vereinzelt bzw. in Gruppen den Rhein erreichen. Die Verteilung auf dem Rhein - im Idealfall - bis Rotterdamm wären ein 2. - letzter "Bauabschnitt". Die Finanzierung der Skulpturen könnte über Patenschaften der jeweiligen Städte und Gemeinden erfolgen, an deren Flussabschnitt die Skulpturen platziert werden sollen. Kai Georg Wujanz, 2003/2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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