KAI GEORG WUJANZ
© KAI G. WUJANZ 2017
ABOUT ME
“Wenn ich laut wäre, würde ich Theater spielen..." „Für   Kai   Georg   Wujanz   ist   der   Prozess   des   künstlerischen   Schaffens   ein   in   sich   gekehrter Versuch, sich selbst aufzuspüren, für sich selbst Standpunkte zu finden. Seine Arbeiten   sind   wie   eine   geographische   und   philosophische   Reise   durch   seinen   Kopf.   Die Eloquenz der Bilder ersetzt ihm dabei den sprachlichen Austausch.“ (L. Venn 1997)
Ich   bin   ein   Berliner   und   ein   Norddeutscher,   geboren   im   September   1965   in   Lünen,   NRW. Kindheit   in   West-Berlin,   eine   kurze   Jugendzeit   im   Oldenburger   Land,   jeden   Sommer   auf   dem Wasser, Ostsee, Nordsee dann der Atlantik und später der Pazifik. Ich    bin    gelernter    Klavierbauer,    Pianofortefabrik    May,    West-Berlin,    es    folgt    eine    kurze Gesellenzeit im Akkord. Studium der Innenarchitektur an der FH Darmstadt, Abschluss als Dipl.-Ing. 1993, 1997 Gründung des Architekturbüros PLANQUADRAT4 in Neu-Isenburg, Partner bis 2000. 2016 erfolgt die Gründung des Architekturbüros korn & wujanz . Wenn    ich    meine    Arbeiten    der    letzten    30    Jahre    betrachte    stelle    ich    schmunzelnd    einen altersmilden   Blick   fest.   Ich   war   früher   so   politisch,   die   Deutsch-Deutsche-Teilung,   die   Flucht meines   Vaters   aus   der   DDR   –   der   kalte   Krieg   der   „Systeme“   war   bei   jedem   Ost-Besuch präsent. Davor   der   Bilderzyklus   des   Blauen   Felsens,   das Alleinstellungsmerkmal,   die   Ich-Suche   -      in   den Stierbildern   der   90er   Jahren   auf   den   Punkt   gebracht.   Dieses   massive   Tier,   mal   tänzelnd,   mal zerbrechlich,   bis   zum   Hals   ins   Wasser   geschickt   –   Quo   vadis   Leben,   Quo   vadis   Liebe?   Die Bildformate wurden immer größer. Das   Wasser,   das   Meer   ist   seit   meinen   Berlinder   Kindertagen   mein   Thema   und   ich   merke,   dass das   bei   allen   künstlerischen   Nebenwegen   meine   Konstante   ist.   Seit   meinem   7.   Lebensjahr   bin ich   über   20.000   Seemeilen   gesegelt,   in   Teilen   bei   der   Weltumseglung   meiner   Eltern.   Ich   habe wieder   ein   eigenes   Segelboot,   mein   Sommeratelier   der   Sinne.   Ich   wage   mich   jetzt   auch   an   sehr kleine Bildformate. Das   Rhein-Main-Gebiet   hat   mich   fest   aufgesogen,   ich   lebe   hier   im   Netzwerk   meiner   Familie, meiner   Verpflichtungen   aber   es   fehlt   etwas:   die   Ruhe,   die   Weite   und   das   Licht   des   Nordens,   die klare    Luft    in    einem    endlos    gestaffelten    Wolkenhimmel.    Für    mich    sind    es    weit    mehr    als Landschaftsdarstellungen, eher eine Art Seelennahrung. Kai Georg Wujanz, November, 2017